Qualität braucht Geld

Freie Träger der Kinder- und Jugendhilfe  feiern zehnjähriges Bestehen der OGS in Bonn

„Darf ich sie einmal mit dem Hut fotografieren?“ fragt eine ältere Dame am Stand der OGS Derletal von Maria im Walde.  Ob Dreispitz, Robin-Hood, oder der klassische Damenhut – Kinder und Erwachsene hatten gleichermaßen Freude an der Kreation phantasievoller Kopfbedeckungen aus Zeitungspapier, die unter der Anleitung von Ulla Espey nach der Idee von Ulla Espey, Päd. Mitarbeiterin der TG/OGS derletal gebastelt wurden. Mit einem bunten Programm aus Bühnenvorführungen und Mitmach-Ständen feierten die  freien Träger der offenen Ganztagsschulen (OGS) in Bonn am 17. Mai auf dem Münsterplatz das zehnjährige Bestehen ihrer Einrichtungen.

Neben dem Vergnügen stand aber vor allem ein ernstes Thema im Mittelpunkt der Veranstaltung. „Manchmal ist es ganz einfach: Ganztagsbetreuung braucht Qualität und Qualität braucht Geld“, sagt Kai Lixfeld, Fachbereichsleiter der Erziehungshilfen Derletal, zu denen auch die Offene Ganztagsschule gehört. „In einigen Einrichtungen werden ungelernte oder fachfremde Mitarbeiter eingesetzt, weil das Geld für ausgebildetes Fachpersonal  fehlt. Wir setzen ausschließlich ausgebildete Fachkräfte ein.“

Neben qualifiziertem Personal sollen gleichzeitig aber auch möglichst kleine Gruppen gewährleistet werden. Daher steht der von der Jugendhilfe getragene Ganztag vor großen Herausforderungen im Umgang mit knappen Ressourcen. Ohne Anpassung der Finanzierung an den Bedarf zum Schuljahr 2014/15 ist der Offene Ganztag im bisherigen Umfang nach Meinung des Arbeitskreises Freie Träger der Kinder- und Jugendhilfe Offene Ganztagesschule Bonn nicht mehr gesichert. Lixfeld: „Nur mit ausreichenden Mitteln können wir das großartige Erfolgsmodell OGS beibehalten und weiterentwickeln.“