Von der Kapelle zum Bewegungsraum

(A.Wilke) Wenn unsere Kita-Kinder morgens in unseren neuen Bewegungsraum pilgern, dann kann das schon mal etwas länger dauern bis auch die ganz Kleinen die lange Treppe hoch gekrabbelt sind. Oben angekommen, herrscht ein fröhliches Durcheinander, denn hier kann man mal so richtig Lärm machen und durchstarten.

In der Kapelle des Haus Marienheim, wo  viele Jahrzehnte lang Gottesdienste, Taufen und Kommunionen gefeiert wurden, tummeln sich nun eine ganze Horde von Kindern und Jugendlichen auf Socken, bewaffnet mit Bällen und Spielzeug. Auf dem Weg von der Kapelle zum Bewegungsraum mussten viele Umbauten vorgenommen werden. Der Brandschutz verlangte einige neue Wände, Türen und eine große Brandschutztreppe. Die alten Buntglasfenster waren zwar sehr schön, aber unzweckmäßig. Mit dem Austausch der großen Fensterfront in diesem Jahr haben wir nun stabile Fenster, die auch einmal einen Ball aushalten,  belüftet und beschattet werden können.

Vormittags sieht es vor unserem Bewegungsraum manchmal aus wie auf einem Buggy-Parkplatz. Dann ist nämlich die Zeit unserer Eltern-Kind-Kurse. Wir bieten in Kooperation mit der Familienbildungsstätte u.a. viele Präventiv-Kurse für Eltern mit kleinen Kindern an. Nachmittags gehört der Raum ganz unseren Bewohnern, den Kindern und Jugendlichen, die eine Zeit  ihres Lebens bei uns im Kinderheim verbringen.

„Das ist unsere Turnhalle“ sagen sie, ein Platz zum Auspowern, Spielen, Rennen, Entspannung, Musikmachen – auch bei schlechtem Wetter. Wir haben sogar eine Kampfkunstgruppe, die einer unserer Mitarbeiter für Kinder und Jugendliche anbietet.

Wir freuen uns sehr, dass die Firma Baumann uns bei der Ausstattung des Raumes so großzügig unterstützt hat!

 

Weihnachtskonzert 2016

Liebe Freundinnen und Freunde von Maria im Walde,  

mit einem traditionellen Weihnachtskonzert läuten wir jedes Jahr die Adventszeit ein. Am 30.11.2016 war es wieder so weit und: Unser Weihnachtskonzert war ein voller Erfolg!

Es  waren  insgesamt 141 Plätze besetzt. Dank der Sitzkissen aus der Kapelle konnten alle großen und kleinen Besucher und Besucherinnen untergebracht werden.

Die beiden Musiker (Ana und Nanou) waren begeistert von unseren Kindern und Jugendlichen! Auch Frau Stoop, die vom Verein Live-Music- Now das Konzert immer für uns ermöglicht, war sehr beeindruckt. Sie hat festgestellt, dass kein Kind rausgerannt ist – obwohl das für sie völlig normal gewesen wäre und, dass alle unglaublich lieb waren – trotz des für die Kleinen sehr anstrengenden und von der Länge her eher überfordernden Programmes.

Die beiden Musiker würden gerne wieder kommen und zwar mit Verstärkung. Als Quartett möchten sie ein Kinderprogramm zusammenstellen mit Aktion und Entspannung, Weihnachtsmusik und Weihnachtsliedern.  Es wäre schön, wenn das gelingen würde! Wir wollen hoffen!

Unsere Küche hat – wie immer –  alles gegeben, um die Gäste glücklich zu machen.  Auch, wenn es dem einen oder anderen in der Nacht vielleicht nicht so gut gegangen ist – Zuckerwatte mit Schokoladenüberzug hatte Premiere!!

Auf- und Abbau, Dekoration, Essen und die damit verbundene Atmosphäre, das ganze „Drumherum“, steht und fällt mit dem Einsatz der Kräfte aus Freizeitbereich, Haustechnik, Küche und Service – hier hat alles tadellos geklappt, die Kinder hatten ein „Megafest“. Vielen Dank an Alle, die das ermöglicht haben.

 

Herzlich,

Mathilde Lutz (Einrichtungsleitung)

 

EATON-Gemeinschaftstag 2016

(tm) Herbst ist EATON-Zeit bei Maria im Walde. Unsere Freunde und Förderer von EATON Industries schauen bei uns einmal im Jahr vorbei und bringen immer ein paar Dinge auf Vordermann, die es nötig haben. In diesem Jahr waren das u.a. ein weiteres Stück unseres neuen Zauns, ein neues Gartenhäuschen als Ersatz für einen alten Bauwagen, sowie diverse Gehwege, die neu gepflastert wurden. Vielen Dank hierfür, liebe EATONs, und bis zum nächsten Jahr!

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Wir suchen DICH für ein FSJ!

Du wolltest schon immer im sozialen Bereich arbeiten und möchtest das Arbeitsfeld besser kennen lernen vor dem Studium oder vor der Ausbildung? Du bist gerade fertig mit der Schule und weißt noch nicht genau, wie es weiter gehen soll? Wie wäre es mit einem freiwilligen sozialen Jahr bei Maria im Walde! Was Dich bei uns erwartet, kannst Du hier lesen. Die Beschreibung eines FSJ aus Sicht unserer FSJlerin Samira:

Die Schule ist beendet und wie so viele andere stand auch ich vor der Frage „was soll ich jetzt tun?“. Direkt studieren? Ein Auslandsjahr? Oder vielleicht doch lieber ein FSJ? Sicher war ich mir nicht, was ich wollte und so dümpelte ich in meiner Unentschlossenheit herum. Durch Zufall erfuhr ich, dass bei Maria im Walde noch FSJ-Stellen frei waren und entschied mich spontan, mich dafür zu bewerben.

Als ich mir die Einrichtung anschaute, wusste ich schnell, dass ich hier gerne für ein Jahr Teil des Teams sein wollte. Meine Erwartung an das Jahr war, dass ich mir noch sicherer werden wollte, was ich eigentlich beruflich machen möchte. Und ich wollte unbedingt wissen, wie es ist, ein Jahr Pause vom ständigen Lernen zu haben.

Ich habe ein Jahr lang im teilstationären Bereich gearbeitet und konnte viele Eindrücke mitnehmen. Ich konnte erleben, was für eine tolle Arbeit Erzieher und Sozialarbeiter jeden Tag leisten. Im Nachhinein kann ich sagen, dass nicht nur meine Erwartungen erfüllt wurden, sondern das FSJ mir viel mehr gegeben hat, als ich es mir vorgestellt habe. Schnell wurde ich Teil des Teams und fühlte mich auch wirklich gebraucht. Die Dankbarkeit dafür, dass ich da bin und freiwillig ein Jahr lang mithelfe, habe ich immer gespürt. Nie gab es eine Situation, in der ich das Gefühl hatte, dass meine Hilfe nicht wertgeschätzt wird. Die Arbeit mit den Kindern macht Spaß und ist sehr spannend, da sie mich jeden Tag vor neue Herausforderungen gestellt hat, die mir gezeigt haben, wozu man fähig ist. Stück für Stück lernt man, sich neue Dinge zuzutrauen. Schön ist die Dankbarkeit, die man von den Kindern zurückbekommt, weil  man für sie da ist. Das Gefühl ‚nur ein FSJler‘ zu sein, hatte ich nie. Es wurde mir viel zugetraut und Vertrauen auch für wichtige Aufgaben geschenkt. Gingen mir bei der Arbeit erlebte Dinge nah, wusste ich immer, dass Leute aus dem Team mir zuhören und für mich da sind. Mit solchen Situationen wurde ich nie alleine gelassen.

Ich selber wollte eigentlich immer Grundschullehramt studieren, war mir aber nach meinem Abitur nicht mehr sicher, ob das wirklich das Richtige ist. Durch mein FSJ lernte ich den Beruf des Sonderpädagogen immer besser kennen und wusste irgendwann, dass ich das auch in Zukunft machen möchte.

Ich hätte nicht gedacht, wie gut es tut, ein Jahr Pause vom Lernen zu haben und den normalen Arbeitsalltag kennen zu lernen, den man als Schüler vorher gar nicht kannte. Nach diesem Jahr freue ich mich richtig auf das Studium und wieder auf das Lernen.

Ich würde jedem, der Interesse hat sich nach der Schule sozial zu engagieren, empfehlen ein FSJ zu machen. Der Gedanke zu helfen und anderen Leuten viel zu geben kam mir zuerst. Und das stimmt auch. Nur wusste ich vorher noch nicht wie viel das FSJ auch einem selbst gibt und wie viel an tollen Erfahrungen man selbst aus dem Jahr mitnehmen kann, die man sonst verpasst hätte.

Das Jahr ging leider viel zu schnell vorbei.

Haben wir Dein Interesse geweckt?

Dann schick uns Deine Bewerbung an

g.grosse-iser@maria-im-walde.de

Tagesgruppe im Derletal gewinnt Kinder- und Jugendrechtepreis 2016

(tm) Die Gruppe „Big Voices“ aus unserer Tagesgruppe/OGS im Derletal hat den Kinder- und Jugendrechtepreis der youngcaritas im Erzbistum Köln gewonnen. Wir freuen uns alle riesig mit Adriana, Justin, Hedi und den verantwortlichen Betreuern des Projektes, Melanie Korell und Thomas Hillhütter. Herzlichen Glückwunsch!

Und hier ist der Film, mit dem „Big Voices“ den Wettbewerb gewonnen hat:

… und noch einer!

(tm) Im Februar hat die Firma Baumann uns mit ihrer bereits dritten Containerspende einen weiteren Wunsch erfüllt: Ein eigenes Büro für unseren hausinternen Fahrdienst. Von hier aus koordinieren wir nun die Fahrten der Kinder zu Schulen, zu den Eltern oder zu Therapien.

Unser Fahrdienst bei Maria im Walde besteht aus insgesamt zehn MitarbeiterInnen, die bisher auf dem Gelände weitgehend „heimatlos“ waren und ihre Pausen in der Werkstatt oder auf den Tagesgruppen verbrachten. Der Fahrdienstkoordinator hatte bislang ein recht kleines Büro, das etwas abseits des Geschehens im ersten Stock gelegen war. Das neue Fahrerquartier macht es möglich, dass sich FahrerInnen und Koordination im gleichen Raum aufhalten können, um sich zu besprechen oder einfach nur einen Kaffee zu trinken und gemeinsam die Pausen zu verbringen. Die unmittelbare Nähe zum Parkplatz und die integrierte Toilette ersparen weite Laufwege über das Gelände. Für die pädagogischen MitarbeiterInnen ist nun direkt vor Ort jemand ansprechbar, wenn Fahrzeuge benötigt werden. Der Büro-Container bietet aufgrund seiner Größe zudem noch genügend Stauraum, um Kindersitze, Werkzeug und kleinere Ersatzteile für die Fahrzeuge vorrätig zu halten.

Neuer Fahrradcontainer

(tm) Maria im Walde hat jetzt eine Fahrradgarage! Durch einen gespendeten Container unseres Förderes Baumann Logistik wurde es uns ermöglicht, im Freizeitbereit mal kräftig aufzuräumen. Der Freizeitbereich von Maria im Walde hält eine Reihe von Kinder- und Jugendfahrrädern, einige Kettcars, sowie Helme bereit, die sich die Kinder ausleihen können. Gewartet und repariert werden sie in unserer Fahrradwerkstatt. Insbesondere von den Tagesgruppen wird dieses Angebot sehr gerne genutzt. Bislang standen die Räder immer irgendwo an auf dem Flur im Freizeitbereich herum – und im Zweifelsfalle im Weg. Nun ist alles aufgeräumt an einem (an seinem) Platz. Und ganz nebenbei wird den Kindern vermittelt wie praktisch und nervenschonend Ordnung sein kann. Ein herzliches Dankeschön – mal wieder! – an die Firma Baumann!

Sonne satt für Kaiser Karl

(tm) Im September hat das Haus Marienheim mit Kindern, Eltern und Freunden der Einrichtung eine „Kirmes“ im Rahmen des jährlichen Kaiser-Karl-Spektakel veranstaltet. Die Gruppen des Hauses präsentierten eine Vielzahl  an Spielen zum Mitmachen, Kinderschminken und eine große Auswahl an selbst zubereiteten Speisen aus aller Welt. Das reichlich gedeckte Büffet hielt dem Andrang der hungrigen Besucher problemlos stand.

Während die Kinder sich an Kicker und auf dem Karussell überschüssige Energie loswerden konnten, nutzen die Erwachsenen die Zeit zum entspannten Austausch. Hätte nicht ohnehin die spätsommerliche Sonne im Überfluss geschienen – spätestens zu den Rhythmen der Samba-Trommelgruppe „Los Beuelos“ wäre allen Festbesuchern warm geworden. Die Trommler treten regelmäßig  auf ausgesuchten Veranstaltungen mit sozialem, ökologischem oder kulturellem Hintergrund oder zu Bürgerfesten im Beueler Raum auf.

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Die Jugendfeuerwehr der Stadt Bonn, bei der auch Kinder aus Marie im Walde mitwirken,  war mit einem Gerätewagen vor Ort. Aber keine Sorge – es war nichts passiert – „gelöscht“ wurden hier nur Dosenpyramiden: Wer eine Variante des klassischen Dosenwerfens statt mit Tennisbällen einmal mit einem echten Feuerwehrschlauch versuchen wollte, hatte die Gelegenheit dazu. Das große Feuerwehrfahrzeug wurde von vielen neugierigen Kindern inspiziert. In dem ein oder anderen Kopf wurden bestimmt Berufswünsche geweckt.

Für Spaß und Spannung sorgte die Theatergruppe „Zeitschlag“. Das Ensemble aus Mitarbeitern der Jugendhilfe und der sozialen Arbeit  spielte Szenen aus „Neues vom Räuber Hotzenplotz“  unter der Regie von Marlene Hein-Prinz.  Besonders die pantomimischen Slapstick-Einlagen von Kasper (Kai Lixfeld) und Seppl (Bärbel Cordes) sorgten immer wieder für Lacher im Publikum. Da die Zeit für eine Darbietung des kompletten Buches doch etwas knapp gewesen wäre, gab Erzählerin Inge Lehmann-Frick den Kindern im Publikum zum Abschluss noch einen Rat: „Wenn ihr wissen möchtet, wie es mit dem Räuber Hotzenplotz weitergeht, bittet doch einfach Eure Eltern, dass sie euch die restliche Geschichte vorlesen!“

Allen Mitwirkenden sei auch an dieser Stelle nochmal herzlich gedankt! 20150918-DSC_2018

Die Gruppe „Zeitschlag“ ist mit ihrer aktuellen Inszenierung „Weiter träumen“ vom 13.-15. Sowie 20.-21. November jeweils um 19:00 Uhr wieder im Haus Marienheim zu sehen.