WIR ÜBER UNS: Kinderrechte und Beteiligung

Die Achtung, Wahrung und Umsetzung der Rechte von Kindern (und Jugendlichen, im Folgenden „Kinder“) gehört zum Kern der Stiftungsaufgabe von Maria im Walde. Unsere gesamte Arbeit zielt darauf ab, einen Lebensraum zu bieten, in dem Kinder Schutz, Erziehung und Bildung erfahren können.

Gerade Kinder aus schwierigen, belasteten Lebenssituationen benötigen unsere besondere Förderung. Sie sollen ihre Rechte kennen und Respekt vor den rechten Anderer entwickeln. Damit die Rechte der Kinder tatsächlich geachtet werden und sie lernen können, sich aktiv zu beteiligen, muss in der gesamten Einrichtung eine Atmosphäre der gegenseitigen Achtung und Akzeptanz herrschen. Dazu müssen auch die MitarbeiterInnen die Erfahrung und das Gefühl haben, das Geschehen in der Einrichtung aktiv mitgestalten zu können, um diese Erfahrung weitergeben zu können.

Information über Kinderrechte

Wir stellen sicher, dass Kinder, die bei uns leben, wissen …

  • welche Rechte sie haben
  • wie sie diese umsetzen können
  • was sie tun können, wenn sie sich in ihren Rechten eingeschränkt fühlen

Beteiligung im Alltag

Das alltägliche Zusammenleben ist das zentrale Lernfeld für die Kinder. Sie müssen erleben, dass sie selbst durch ihr Handeln aktiv etwas in ihrem Leben bewirken und verändern können. Die Gruppen finden dafür unterschiedliche Formen, wie z.B. regelmäßige Gruppengespräche, in denen die Kinder ihre Wünsche vorbringen und die Wünsche anderer hören. Sie können so lernen, bei unterschiedlichen Interessen Kompromisse zu finden.

Beteiligung im Hilfeplanverfahren

Wir legen großen Wert darauf, dass Eltern und Kinder eine Jugenhilfemaßnahme nicht nur als Scheitern oder Strafe erleben müssen. Beide sollen einen Sinn darin erkennen und positiven Nutzen für sich daraus ziehen können. Um die Anliegen der Kinder in das Hilfeplanverfahren mit einzubringen, werden die Gespräche mit den Kindern vorbereitet und die Gesprächsergebnisse mit ihnen reflektiert.

Beteiligung in der Institution

Neben deren Beteiligung im alltäglichen Leben erhalten die Kinder die Möglichkeit, ihre Interessen und Wünsche im Rahmen der Einrichtung vorzubringen. Verschiedene Gremien der Kinder treffen sich regelmäßig, um Anliegen der Kinder zu Besprechen und gegebenenfalls an die Einrichtungsleitung weiterzugeben. Dabei werden sie von gewählten VertrauenserzieherInnen in der Formulierung ihrer Wünsche unterstützt.

Beschwerdewesen

Die Kinder haben jederzeit die Möglichkeit, sich bei ihren Pädagogen oder der Bereichs- bzw. Einrichtungsleitung zu beschweren, wenn sie sich in ihren Rechten beeinträchtigt fühlen. Auch unabhängige Personen sowie ein Beschwerdebriefkasten stehen dafür zur Verfügung.

Eine ausführliche Version dieses Textes finden Sie hier